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LogoneLogone
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Logone

Verlauf des Logone im Einzugsgebiet des Schari (Mitte links)

Daten
Lage Kamerun, Tschad
Flusssystem Schari
Abfluss über Schari → Tschadsee
Ursprung Zusammenfluss von östlicher Logone und Mbéré/westlicher Logone
Mündung bei N’Djamena in den SchariKoordinaten: 12° 6′ 22″ N, 15° 2′ 7″ O
12° 6′ 22″ N, 15° 2′ 7″ O

Länge 1000 km
Einzugsgebiet 78.000 km²
Abfluss am Pegel Bongor
AEo: 73.700 km²
Lage: etwa 450dep1 oberhalb der Mündung
NNQ (März 1985)
MQ
Mq
HHQ (September 1970)
16 m³/s
492 m³/s
6,7 l/(s km²)
2420 m³/s
Durchflossene Stauseen Maga-Damm an einem Nebenarm
Großstädte Kousséri
Mittelstädte Bongor

Blick auf Logone-Birni (Aus dem Buch The earth and its inhabitants, Africa 1893)

Der Logone ist ein etwa 1.000 Kilometer langer Fluss in Zentralafrika.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Verlauf
  • 2 Hydrologie
  • 3 Bevölkerung
  • 4 Geschichte
  • 5 Einzelnachweise
  • 6 Weblinks

Verlauf

Der Logone (auch Na Lógone und Lághame) entsteht aus dem Zusammenfluss seiner zwei Quellflüsse. Dem Pendé (östlicher Logone) in der Präfektur Ouham-Pendé in der Zentralafrikanischen Republik und dem Mbéré (westlicher Logone) im Osten von Kamerun. Er durchfließt Teile des Tschad und bildet mit seinem Unterlauf die Grenze zwischen Kamerun und Tschad. Ab August setzt die Hochwassersaison des Logone ein. In dieser überschwemmt der Fluss die Plaines d’inondation du Logone et les dépressions Toupouri und die Waza-Ebene; beide Gebiete stehen unter dem Schutz der Ramsar-Konvention. Mit Abtrocknen des Yaeres fließt ein Teil der Wassermassen zurück in den Logone, der andere Teil fließt in den El Beid und verlängert die Flutsaison des Flusses. Außerdem führt er den Überschwemmungsgebieten ca. 850.000 Tonnen an Sedimenten zu.[1] Südlich von N’Djamena vereinigt er sich mit dem Schari, der in den Tschadsee mündet.

Das Einzugsgebiet des Flusses beträgt rund 78.000 km². Ein wichtiger Nebenfluss ist der Tsanaga.

Hydrologie

Die Durchflussmenge des Flusses wurde von 1948 bis 1986 in Bongor, einer Stadt im Tschad kurz nach der Einmündung des Pendé, etwa 450 Kilometer vor der Mündung in den Schari in N’Djamena gemessen.[2] Es ist zu beachten, dass sich die Wassermenge bis zur Mündung durch die starke Verdunstung verringert, da der Fluss bis dorthin nur noch geringe Zuläufe, aber hohe Verluste hat. Der in Bongor beobachtete mittlere jährliche Abfluss betrug in diesem Zeitraum 492 m³/s, gespeist durch eine Fläche von rund 73.700 km², einem Großteil des Einzugsgebiets des Flusses. In seinem letzten Stück, in N’Djamena, waren es noch 400 m³/s.

Bild anzeigen

Durchschnittlicher Monatsabfluss des Longone an der hydrologischen Station von Bongor (in m³/s) (1948–1986)

Bevölkerung

In der östlichen unteren Logoneniederung errichtete das Volk der Kotoko mehrere historische Sultanate, welche allgemein als Kotoko-Staaten zusammengefasst werden. Unter ihnen waren die Sultanate Kousséri, Logone-Birni, Makari, Goulfey sowie weitere, welche politisch von den Großreichen Kanem-Bornu oder Baguirmi abhängig waren und heute zu Kamerun gehören.

Geschichte

Im Tschad sind die Verwaltungsregionen Logone Oriental und Logone Occidental nach dem Fluss benannt; Ober-Logone war ein Verwaltungsbezirk der deutschen Kolonie Kamerun.

Einzelnachweise

  1. Ramsar Informationen über Kamerun PDF-Dokument (englisch)
  2. GRDC - Chari Basin : Der Logone in Bongor

Weblinks

  • Auszug aus dem deutschen Koloniallexikon 1920

 


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Fluss: Benue, Logone, Schari

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See: Manoun-See, Nyos-See, Tschadsee

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