Lieber Cartellbruder,
2025 – das dreiundfünfzigste Jahr der CV-Afrika-Hilfe – geht zu Ende. Mit großem Dank dürfen wir auf Eure großartige Unterstützung zurückblicken: mehr als 700 Projekte in über 20 afrikanischen Staaten wurden in den vergangenen Jahrzehnten Wirklichkeit. Auch in diesem Jahr konnten wir dank Eurer Hilfe viel bewegen: Jugendliche in Hoima (Uganda) erlernen an neuen Nähmaschinen einen Beruf und finden damit Zukunftsperspektiven. In Togo entstanden Räume, in denen Kinder und Jugendliche sicher spielen, lernen und in die Gemeinschaft hineinwachsen können. Schulen in Uganda erhielten Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen – ein unschätzbarer Gewinn für Gesundheit, Würde und Bildung. Gemeinden im Kongo und Uganda feiern nun in würdevollen Kirchenräumen, die ein echtes Zuhause für die Gläubigen sind. Frauen in Äthiopien und Kenia lernten, wiederverwendbare Hygieneprodukte herzustellen und gewannen dadurch Selbstbestimmung, Teilhabe und neue Hoffnung. All diese Projekte zeigen: Mit vergleichsweise kleinen Mitteln lassen sich große Veränderungen bewirken. Jeder Beitrag schenkt Perspektive, Gesundheit, Würde und Zukunft. Allen Projekten ist jedoch eines gemeinsam – sie schaffen Perspektiven vor Ort. Das ist und bleibt die nachhaltigste Hilfe. Bitte hilf uns, auch 2026 das Leben vieler Kinder, Jugendlicher und Familien zu verbessern. Gemeinsam verwandeln wir Not in Hoffnung.
Wir bitten Dich deshalb auch Ende dieses Jahres ganz herzlich darum, die Fortführung der Arbeit der CV-Afrika-Hilfe mit Deiner Spende zu ermöglichen.
Spendenkonto CV Afrika-Hilfe e.V.: Pax-Bank Köln • DE12 3706 0193 0016 8000 15 • BIC GENODED1PAX
Im Namen des kompletten Vorstandes des CV-Afrika-Hilfe e.V.
Laufende mehrjährige Projekte
Franz-Gerbl-Schule - Im Südsudan unterstützen wir den Schulunterhalt der Franz-Gerbl-Schule – ein gemeinsames Projekt mit der e.s.v. KDStV Aenania. Unser Ziel: Bildung und konkrete Hilfe dort, wo die Not am größten ist.
Straßenkinder in Namibia - Die Situation vieler Straßenkinder ohne familiären Halt hat sich deutlich verschärft. In Windhoek, Okahandja und Rehoboth bietet ein Notdienst wöchentliche Hilfe: Nahrung, Kleidung, Erste Hilfe und Betreuung. Koordinator ist Cbr Peltzer ASC.
Förderung der Berufsausbildung in Togo - Seit 2024 unterstützt die CV-Afrika-Hilfe in Lomé eine vierjährige Ausbildung im Bereich Schweißen und Schlosserei. Mit 7.099,66 Euro fördern wir bessere Berufsperspektiven und mehr wirtschaftliche Unabhängigkeit für junge Menschen. Das Projekt wird von unserem langjährigen Partner Atoko Abraham betreut.
Bekämpfung der Jugendarmut in Togo - Gemeinsam mit der Organisation „Jeunes Volontaires pour les Actions Humanitaires“ (JVAH) finanzieren wir seit Ende 2024 die Berufsausbildung für fünf junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren. Drei Frauen und zwei Männer werden jährlich für eine dreijährige Ausbildung ausgewählt. Ziel ist, Jugendarbeitslosigkeit zu verringern, insbesondere bei jungen Frauen, und Unternehmertum in ärmeren Regionen zu stärken. Am Ende jedes akademischen Jahres erfolgt eine Evaluation, die Ergebnisse werden zum Jahresende vorgelegt.
Projektanträge aus Uganda - Seit 2024 erreichen uns deutlich mehr Anträge aus Uganda. Das Land beherbergt eine der größten Flüchtlingspopulationen Afrikas, gleichzeitig wurden internationale Hilfen stark gekürzt. Gemeinden und Partnerorganisationen entwickeln zunehmend eigene Initiativen. Besonders dringend sind Projekte zur Wasser- und Ernährungssicherung sowie zur Verbesserung der Bildungssituation. Fehlende Klassenräume, Lehrerunterkünfte und Mittelverschiebungen durch den Staat erschweren die Lage zusätzlich. Wir fördern gezielt Projekte, die Hygiene verbessern, die Wasserversorgung sichern und katholische Gemeinden stärken. Jeder eingesetzte Euro soll dort wirken, wo der Bedarf am größten ist. Für 2026 planen wir, den Bildungsbereich wieder stärker in den Fokus zu rücken – unter der Voraussetzung, dass Projekte nachhaltig sind und die Partner vor Ort verlässlich arbeiten.
Sauberes Wasser schafft Gesundheit und Perspektiven
Wasserversorgung in Imoussa (Togo) - Das Dorf Imoussa mit rund 900 Einwohnern leidet unter extremer Trinkwasserknappheit. Unsichere Quellen führen immer wieder zu Krankheiten wie Cholera und Typhus. Geplant ist der Bau eines Brunnens mit Pumpensystem, Schutzplatte und Abfluss sowie die Einrichtung eines Wartungskomitees. So sollen Krankheiten reduziert und die Lebensbedingungen langfristig verbessert werden. Gesamtkosten: 10.089 Euro, davon 9.300 Euro Förderbedarf. Die Umsetzung dauert zwei bis drei Monate.
Wasserversorgung in der St.-Mathias-Pfarrei, Dschang (Kamerun) - In der Pfarrei fehlt bislang eine sichere Wasserversorgung. Ein neuer Brunnen mit moderner Pumpe, Hochbehälter (5.000–10.000 Liter) und mehreren Zapfstellen soll rund 1.500 Menschen dauerhaft sauberes Trinkwasser sichern. Ein Gemeinde-Wasserkomitee übernimmt die Wartung. Kosten: rund 10.000 Euro, geplante Umsetzung in sechs Monaten. Projektpartner ist Cbr Prof. Afutendem Lucas Nkwetta AHX der Rheno-Fua-Ndem.
Droits des femmes – Kampf gegen Periodenarmut - In Äthiopien und Kenia haben viele Mädchen und Frauen keinen Zugang zu Hygieneprodukten. Eine Packung Binden kostet etwa 1,20 USD – fast so viel, wie eine Familie täglich zum Leben hat. Die Folgen sind Schulabbrüche und gesundheitliche Risiken durch unhygienische Notlösungen. Zwei Schneiderwerkstätten wurden deshalb mit Nähmaschinen ausgestattet. Unter der Leitung von Frau Kotala erhielten Frauen eine Ausbildung im Nähen wiederverwendbarer Damenbinden und in Hygieneaufklärung. Das Projekt stärkt Gesundheit, Würde und Selbstbestimmung. Wir förderten diese Initiative mit 5.000 Euro. Aufgrund der großen Wirkung wird 2026 ein weiterer Workshop in Äthiopien stattfinden, diesmal über sechs Monate, mit einer Fördersumme von rund 2.000 Euro.
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