In Lukula, im Westen der Demokratischen Republik Kongo, hat die Pfarrei Sankt Augustinus ein Wasserversorgungsprojekt umgesetzt, das rund 11.400 Menschen in der Region mit sauberem Trinkwasser versorgt. Für viele Familien ist das ein echter Wendepunkt. Denn bislang blieb oft keine Wahl, als verschmutztes Wasser zu nutzen. Das führte immer wieder zu schweren Erkrankungen, unter anderem Malaria, Typhus und Wurmerkrankungen.
Die Lösung ist ebenso schlicht wie wirksam: Eine nahegelegene Quelle, etwa zwei Kilometer entfernt, speist über ein Schwerkraftsystem die neue Trinkwasserversorgung. Dadurch funktioniert die Anlage zuverlässig und ohne aufwendige Technik. Innerhalb von vier Monaten konnte die Wasserleitung verlegt werden. Parallel dazu wurde ein nachhaltiges Wartungssystem aufgebaut, damit die Versorgung langfristig gesichert bleibt.
Die Gemeinde hat sich von Beginn an beteiligt und erste Materialien aus Eigenmitteln sowie durch Beiträge aus der Pfarrei beschafft. Für den vollständigen Abschluss des Projekts reicht die Finanzierung jedoch noch nicht aus. Hier wird weiterhin Unterstützung benötigt, damit alle notwendigen Arbeiten abgeschlossen und die Versorgung dauerhaft stabil betrieben werden kann. Die CV Afrika Hilfe hat die wichtigsten Kostenblöcke mit rund 4.200 Euro übernommen. Finanziert wurden damit Wasserleitungen, ein Wassertank mit 3.000 bis 5.000 Litern, notwendige Baumaßnahmen sowie Transportkosten. Das Projekt verbessert nicht nur die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen. Es schafft auch bessere Voraussetzungen für wirtschaftliche Entwicklung, weil weniger Krankheitstage und eine sichere Wasserversorgung den Alltag spürbar entlasten.
Fotos: Pater Thomas Vayi Tsasa, Pfarrer an Sankt Augustinus, Diözese Boma, Demokratische Republik Kongo.
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